Susanne HoislHeilmassage · Lymphtherapie nach Földi 0664 213 84 68
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Lymphödem nach Brustkrebs: woran Sie es erkennen und was hilft

Nach einer Brustkrebs-Operation kann der Arm auf der operierten Seite anschwellen, manchmal erst Monate oder Jahre später. Je früher ein Lymphödem behandelt wird, desto besser lässt es sich im Griff behalten.

Warum es entsteht

Bei der Operation werden oft Lymphknoten aus der Achsel entfernt, manchmal wird die Achsel zusätzlich bestrahlt. Die Lymphe aus Arm, Brust und Rücken hat dann weniger Abflusswege. Reicht die verbliebene Kapazität nicht aus, staut sich Flüssigkeit im Gewebe. Das nennt man sekundäres Lymphödem.

Wurde nur der Wächterlymphknoten entfernt, ist das Risiko geringer als nach einer Entfernung mehrerer Achsellymphknoten. Ausgeschlossen ist es aber auch dann nicht.

Die ersten Anzeichen

  • ein Schwere- oder Spannungsgefühl im Arm
  • Ring, Uhr oder Ärmel sitzen enger als früher
  • eine weiche Schwellung an Hand, Unterarm, Oberarm oder an der Brustwand
  • die Schwellung geht über Nacht nicht mehr ganz zurück

Am Anfang ist die Schwellung weich und meist schmerzlos. Unbehandelt wird das Gewebe mit der Zeit fester und die Haut dicker. Dann geht die Schwellung auch durch Hochlagern nicht mehr von selbst zurück. Sprechen Sie erste Anzeichen deshalb gleich bei der Nachsorge an.

Wie die Behandlung abläuft

Die Standardbehandlung ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) nach Földi. Sie besteht aus vier Teilen:

  • Manuelle Lymphdrainage: gezielte, rhythmische Griffe, die den Abfluss über andere Lymphwege unterstützen.
  • Kompression: erst Bandagen, später ein nach Maß angefertigter Kompressionsärmel.
  • Bewegung: Übungen in Kompression unterstützen den Abfluss.
  • Hautpflege: schützt vor Rissen und Entzündungen.

Zuerst wird entstaut, meist mit mehreren Terminen pro Woche. Danach geht es darum, das Ergebnis zu halten: mit Kompressionsärmel, Bewegung und Lymphdrainage in größeren Abständen.

Was Sie selbst tun können

  • Den Kompressionsärmel tragen, wie er verordnet ist.
  • In Bewegung bleiben. Welche Sportarten und welches Pensum passen, besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam.
  • Die Haut täglich mit einer parfumfreien Creme pflegen.
  • Kleine Verletzungen, Kratzer und Insektenstiche am betroffenen Arm gleich desinfizieren.

Sofort zur Ärztin oder zum Arzt: wenn der Arm plötzlich rot, heiß und schmerzhaft wird oder Sie Fieber bekommen. Das kann eine Wundrose (Erysipel) sein, die rasch behandelt werden muss.

Quellen

Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung.

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