Lymphödem und Entstauungstherapie
Ein Lymphödem entsteht, wenn das Lymphsystem nicht richtig arbeiten kann. Flüssigkeit sammelt sich im Gewebe und es kommt zu Schwellungen. Man unterscheidet das angeborene (primäre) und das erworbene (sekundäre) Lymphödem. Lymphdrainage hilft auch bei anderen Schwellungen, etwa nach Operationen, Verletzungen oder bei Venenschwäche.
Sekundäres Lymphödem, zum Beispiel nach einer Krebsoperation
Diese erworbene Form entsteht häufig nach Operationen, zum Beispiel bei Brust-, Gebärmutter- oder Prostatakrebs. Werden dabei Lymphknoten entfernt oder wird das Lymphsystem durch Operation oder Bestrahlung geschädigt, kann die Lymphe aus Arm oder Bein nicht mehr gut abfließen. Das sekundäre Lymphödem entsteht manchmal erst Monate oder Jahre nach der Behandlung.
Erste Zeichen sind ein Spannungsgefühl, ein Ring oder Ärmel, der enger wird, oder eine Schwellung, die über Nacht nicht mehr ganz zurückgeht. Sprechen Sie das bei Ihrer Nachsorge an. Je früher die Entstauungstherapie beginnt, desto besser lässt sich das Ödem kontrollieren.
Angeborenes (primäres) Lymphödem
Beim primären Lymphödem handelt es sich um eine angeborene Schwäche oder Fehlbildung des Lymphsystems. Die Lymphflüssigkeit kann nicht ausreichend abtransportiert werden. Oft zeigt es sich in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter, meist an den Beinen. Die Behandlung ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie, auf Dauer mit Kompressionsstrumpf und regelmäßiger Lymphdrainage.
Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz)
Bei einer Venenschwäche funktioniert der Rücktransport des Blutes aus den Beinen nicht mehr richtig. Dadurch kann sich Flüssigkeit im Gewebe ansammeln, die Beine schwellen an und werden schwer. Lymphdrainage und Kompression entlasten das Gewebe.
Schwellung nach Knie-, Hüft- oder Schulteroperation
Nach einem Gelenkersatz oder einer Arthroskopie schwillt das Gelenk an. Lymphdrainage hilft, dass die Schwellung zurückgeht, und unterstützt so die Heilung und die Übungen in der Physiotherapie.
Schwellung nach Verletzungen
Zerrungen, Verstauchungen und Verletzungen an Sprunggelenk und Knie gehen mit Schwellung und Bluterguss einher. Lymphdrainage kann den Abtransport beschleunigen.
Bei einem Lipödem oder Lipolymphödem gelten eigene Regeln, mehr dazu auf der eigenen Seite.
Was Sie selbst tun können
- Den Kompressionsstrumpf täglich tragen, wie verordnet.
- In Bewegung bleiben: Gehen, Radfahren, Schwimmen, Übungen in Kompression.
- Die Haut täglich pflegen und kleine Verletzungen gut versorgen.
- Rötung, Überwärmung oder Fieber am betroffenen Arm oder Bein sofort ärztlich abklären lassen.
Termin vereinbaren
Termine vergebe ich telefonisch. Rufen Sie an, wir finden einen Termin und klären gleich, was Sie mitbringen sollen.
- Termine nach telefonischer Vereinbarung
Telefonzeiten: folgen - E-Mail: kontakt@praxis-susannehoisl.at