Flachstrick oder Rundstrick?
Bei einem Lymphödem ist ein flachgestrickter Strumpf oder Ärmel nach Maß der Standard. Er ist fester, schneidet weniger ein und wirkt vor allem dann, wenn sich die Muskeln bewegen. Rundgestrickte Ware kommt zum Einsatz, wenn die Muskelpumpe fehlt oder die Haut wenig spürt, zum Beispiel bei Nervenschäden oder Diabetes. Welche Versorgung Sie brauchen, legen Ärztin oder Arzt fest. Angemessen wird sie im Sanitätshaus oder bei der Bandagistin.
Anziehen
- Am besten morgens, gleich nach dem Aufstehen. Da ist die Schwellung am geringsten.
- Gummihandschuhe helfen beim Greifen und Verteilen des Gestricks.
- Für Beinstrümpfe gibt es Anziehhilfen aus Metall oder Gleitstoff. Fragen Sie im Sanitätshaus danach.
- Das Gestrick gleichmäßig verteilen, ohne Falten. Nicht umschlagen oder am oberen Rand hochziehen.
Tragen
- Den ganzen Tag tragen, so wie verordnet. In der Nacht meist nicht, außer es ist ausdrücklich so verordnet.
- Drückt oder schneidet der Strumpf ein, werden Finger oder Zehen kalt oder blass: ausziehen und mit Ärztin, Arzt oder Sanitätshaus klären.
- Die Haut abends nach dem Ausziehen eincremen. Fett auf der Haut am Morgen kann das Gestrick angreifen.
Pflegen
- Waschen nach Angabe des Herstellers, meist häufig und schonend. Das Gestrick zieht sich dabei wieder zusammen.
- Nicht auf die Heizung legen und nicht in den Trockner, außer der Hersteller erlaubt es.
- Zwei Garnituren erleichtern den Wechsel.
Wann ein neuer Strumpf fällig ist
Mit der Zeit lässt der Druck nach. In der Regel wird etwa alle sechs Monate neu angemessen, früher, wenn sich der Umfang verändert hat, etwa nach einer Entstauungsphase. Was Ihre Krankenkasse übernimmt, erfahren Sie im Sanitätshaus oder bei der Kasse.
Quellen
Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung.